Die von der Stiftung gegründete „Forschungsstelle Kulturimpuls“ arbeitete zwischen 1989 und 2019. Zunächst hat sie die Geschichte und Gegenwart der Anthroposophie als „Kulturimpuls“ kritisch erforscht und sich mit den Ergebnissen im Diskurs eingebracht. Ausgangspunkt der Forschungen der 1990er Jahre war die Frage, weshalb die ursprünglich offene und weltorientierte Idee der Anthroposophie im Verlauf des 20. Jahrhunderts zu Lebensformen anthroposophischer Arbeit geführt hat, die weder in einem angemessenen Verhältnis zu den Erwartungen stehen, die an die Anthroposophie gestellt werden, noch zu den Ansprüchen, die von Anthroposophen gemacht werden.

Der ursprünglich kompendienartige Entwurf einer Geschichte der Anthroposophie im 20. Jahrhundert hat sich seit Beginn der Forschungen vor über 20 Jahren sehr differenziert. Am Anfang stand eine knappe Monographie über die Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, der vielfältige kleinere und grössere Studien folgten.

Meilensteine der Forschung waren die Erstellung einer Chronik-Datenbank der anthroposophischen Bewegung, der Aufbau von Dokumentationen zu Personen und Institutionen und der Erarbeitung von entwicklungsorientierten Forschungsmethoden, die dem Gegenstand entsprechen. Wichtige Publikationen waren u. a. eine Geschichte der Anthroposophie im Nationalsozialismus, eine Geschichte der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und eine Gesamtschau der Geschichte durch Biographien von Menschen, die Anthroposophie im 20. Jahrhundert realisiert haben.

Mit der verstärkt einsetzenden universitären Forschung zur Geschichte der Anthroposophie und einem wachsenden historischen Bewusstsein in der anthroposophischen Bewegung hat sich die Forschungsstelle Kulturimpuls ab 2004 vermehrt gegenwärtigen Problemen gestellt und versucht zu verstehen, wo im Werk Rudolf Steiners und in der Geschichte der Anthroposophie Möglichkeiten und Hemmnisse liegen. Wichtige Ergebnisse brachten die Untersuchung des theosophischen Erbes der Anthroposophie, die Auseinandersetzung mit der neu entstandenen akademischen Esoterikforschung und eine erneute Untersuchung des Werks und Lebens Steiners unter der Frage, welche Motive darin für die Gegenwart produktiv erscheinen.

Die Projekte der letzten 10 Jahre suchten aus den Forschungsergebnissen  positive Beiträge zu einer menschlicheren Kultur der Gegenwart zu machen. Im Mittelpunkt der Forschung stand die Frage nach den Lebensbedingungen des Menschlichen unter dem Vorzeichen einer digital fundierten Lebenswelt, die gegenwärtig weiter zu den Schwerpunkten der Stifungsarbeit gehören.

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