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Robin Schmidt:
Gegenstandslose Empfindung. Hundert Jahre nach Malewitsch: die neuen Ikonen
Das Goetheanum, Nr. 1-2, 1. Januar 2016

Als Kasimir Malewitsch sein ‹Schwarzes Quadrat› in der Ausstellung ‹0,10› in St. Petersburg im Dezember 1915 zeigte, wollte er etwas retten. Durch das Verhüllen des Antlitzes eines Göttlichen sollte es für die Empfindung näher treten können. Es war solche Nähe, die Malewitsch mit seiner Kunst retten wollte. In diesem Anliegen kann uns Malewitsch einhundert Jahre später wieder nah sein. Da, wo damals in der Kunst die Gegenständlichkeit des Natürlichen und Göttlichen zum Problem geworden war, ist heute die Person und ihr Antlitz zum Problem geworden. In unserer digitalen Lebenswelt ist es nicht mehr das Antlitz Gottes, das keine Empfindung des Erhabenen mehr mit sich bringt, sondern das Antlitz des Menschen. Das Digitale macht die Frage nach der Person und ihrem Antlitz heute zur Existenzfrage.

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