Schmidt, Robin:
Ökonomie der Gastfreundschaft,
in: Festschrift für Karl-Martin Dietz,
Menon Verlag, Heidelberg 2015

«Eine Sozialität der Individualität beruht auf Vorgängen der Gastfreundschaft … Ihr Gelingen hängt ab von einer Form von Austausch und Haushaltung. Haushaltung von Innen und Außen, Nähe und Ferne, des Zeitmaßes: wie lange und in welcher Qualität der Zeit, von Haushaltung der Intensität, vom Austausch der Wesen – sie wollen wohl bemessen sein. Haushaltung ist griechisch Ökonomie. Gastfreundschaft beruht so auf einer spirituellen Ökonomie. Die Ökonomie der Gastfreundschaft zählt nicht, sondern erzählt. Sie träumt nicht von Gewinnen, sondern sie gewinnt neue Träume. Sie bilanziert nicht, sondern bindet. Sie tauscht keine Waren, sondern schenkt Wesen Wesen. Brauchte man in Griechenland Selbsterkenntnis, die Erkenntnis des «Selbst selbst», um das schon vorhandene Soziale zu gestalten, braucht es heute eine Ökonomie der Gastfreundschaft, die neue Sozialität hervorbringt.»

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