Schmidt, Robin:
Poetik und Poesie der Gastfreundschaft.
Vier Bücher Rudolf Steiners über Meditation,
Die Drei, 7/8 2012

«Bücher Rudolf Steiners hüten ein Geheimnis. Sie sind nicht transparent, denn sie verweisen nicht eindeutig auf Dinge oder Wesen. Dennoch sind sie präzise wie eine Gleichung mit zwei Unbekannten. Doch selbst wenn man rechnen kann oder die Gleichungen gelernt hat – zu Ergebnissen führen sie nur in dem Maße, als man sich selbst einsetzt. Genauer: Wenn man sich und sein Selbst einsetzt. Ich und mein Selbst, ihr Verhältnis, ihr Maß, ihre Beziehung bilden eine neue, werdende Existenz. Ich selbst bin die Lösung der Gleichung; und der entstehende Graph zeichnet die Linie meines Lebens. Die Grundlage dafür ist die Poesie dieser Texte: Sie sind so gehalten, dass ich mich einsetzen kann, denn sie vermögen mich aufzunehmen, mich zu empfangen. Die Poetik dabei, die Hervorbringung, ist die Tätigkeit des Lesers: Das Dichten seines eigenen Wesens in Beziehung zu dem Dargestellten. Dieses Verhältnis von Poetik und Poesie ist Meditation. Sie ist ein Akt der Gastfreundschaft. Und die Bücher Rudolf Steiners hüten deren Geheimnis.»

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